Der AWO Bezirksverband Potsdam ruft seit Kriegsbeginn zu Sach- und Geldspenden auf. Einige Hilfstransporte waren schon an der polnisch-ukrainischen Grenze, haben Hilfsgüter dort abgeliefert. Weitere werden folgen. Gleichzeitig unterstützen wir ankommende Geflüchtete aus der Ukraine hier vor Ort.

 

Freitag, 04. März 2022

.... und der nächste Truck ist unterwegs

Foto von einem LKW der beladen wird

Heute Nachmittag wurde ein weiterer Truck mit Euren Spende beladen. Dieser fährt jetzt ins polnische Opole Lubelskie, wo zurzeit viele geflüchtete Kinder aus der Ukraine ankommen. Organisiert wurde die Spendenaktion vom Lindenpark Potsdam. Mehr dazu auf der Seite vom Lindenpark.

Der nächste Truck fährt in die Ukraine

Menschenkette beim Beladen von einem LKW

Viele helfende Hände füllten eben einen ukrainischen 40 Tonner-LKW. Ein regionaler Baustoffhändler mit ukrainischen Wurzeln wollte den Truck nicht wieder leer zurück in die ukrainische Stadt Zyhtomir zurückfahren lassen. Er wandte sich an uns und wir organisierten gemeinsam diesen Spendentransport. Und wieder sind es Ihre bzw. Eure Spenden, die nun hoffentlich in der starken umkämpften Großstadt, 120 km westlich von Kiew ankommen und den Menschen helfen sollen. Viele von ihnen mussten schnell ihre Wohnungen verlassen und in Schutzbunkern Zuflucht suchen. Ihnen fehlt es an allem, von warmer Kleidung bis hin zu Erste-Hilfe-Pakete und Lebensmitteln. Wir wünschen dem ukrainischen Fahrer viel Glück und Gesundheit auf seinem Weg.

Unser Kollege schreibt uns aus Przemyśl:

Foto von einem Transporter auf einem Parkplatz

Wir sind gestern um 17 Uhr angekommen.

In Przemyśl ist ein sehr großer alter Tesco-Markt die zentrale Anlaufstation für Hilfsgüter und Geflüchtete.
Wir haben die Hilfsgüter gleich ausgeladen. Hat alles bestens geklappt. Sie waren über die gut sortierten Spenden sehr froh. Falsche Spenden (zu viel Kleidung) belasten dann eher noch die Kräfte.

Es kommen sehr viele Menschen hier an, vor allem Frauen, Kinder und Familien. Aber es sind dort auch sehr viele Helfer die einen wirklich anstrengenden Job machen. Die Menschen werden aber mit dem Nötigsten versorgt, dank der Spenden.

Wir sehen überall internationale Helfer aus ganz Europa. Private und Organisationen. Sehr viele Hilfsangebote. Heute treffen wir noch Menschen aus der Stadtverwaltung. Zum Gespräch über weitere Kooperationen.

Die meisten Hilfsgüter gehen gleich weiter. Es gibt dann sofort Transporte in die Ukraine.

Speziell an Hilfsgütern werden vor allem medizinische Produkte zur Versorgung von Verwundeten benötigt:

  • Konserven oder Trocken
  • Medikamente
  • Versorgung für Verwundete
  • Materialien aus Krankenhäusern
  • Decken
  • Gaskocher

Dies alles ist nicht möglich, ohne die vielen Unterstützer*innen aus Potsdam, besonders sind die Kolleg*inne von Huckleberrys Tour - Flossstationen.de erwähnt, die mit zwei Transportern und Fahrern dabei sind. Danke für Euren Einsatz!
Der Kontakt mit der Stadtverwaltung von Przemyśl wurde hergestellt über den Verein Ukraine-Hilfe Berlin e.V.

Donnerstag, 03. März 2022

Ihr wollt Euch ehrenamtlich engagieren....?

Foto mit dem Schild Solidarität

.... uns bei unserer Ukraine-Hilfe unterstützen?

Dann seid Ihr herzlich willkommen. Wir freuen uns, wenn Ihr uns in der kommenden Woche von Dienstag bis Donnerstag, jeweils ab 9 Uhr unterstützt.
Wir sortieren die vielen Sachspenden, die wir bekommen haben, verpacken und verladen sie.
Und dabei können wir jede helfende Hand gut gebrauchen!
Damit wir die Arbeit besser koordinieren können, ist es wichtig, dass Ihr Euch bitte bei uns vorab meldet:

Mail: rueranzgfntraghe@njb-cbgfqnz.qr
Telefon: +49 331 73041 760

Wir freuen uns auf Euch!
#awoerleben

Für den nächsten Spendentransport dringend gesucht!

Fotos von Spenden die derzeit dringen benötigt werden (Taschenlampen)

Bereits morgen Vormittag startet von uns aus der nächste Spendentransport in die Ukraine. Es geht in die Stadt "Schytomyr". Für den Transport werden folgende Materialien dringend benötigt:

  • geladene Powerbanks
  • Taschenlampen
  • Erste-Hilfe-Sets
  • Latex-Handschuhe
  • Verbandsmaterial
  • Desinfektionsmittel
  • Schmerzmittel
  • Babynahrung, Windeln

Es kann bei uns in der Geschäftsstelle heute bis 20:00 Uhr und morgen ab 7:30 Uhr abgegeben werden.

Aufenthaltsrecht und Sozialleistungen für Menschen aus der Ukraine

Bild von mehreren Klemmmappen mit einem Kugelschreiber davor

Vor dem Hintergrund des Angriffskrieges auf die Ukraine häufen sich bei den Migrationsfachdiensten die Anfragen nach den Möglichkeiten der Einreise und des Aufenthalts für ukrainische Staatsangehörige in Deutschland.

Die GGUA Münster hat für die Beratungspraxis einen vertiefenden Überblick zum Aufenthaltsrecht und Sozialleistungen für Menschen aus der Ukraine erstellt.

Wie in der Arbeitshilfe richtigerweise erläutert wird, macht die Asylantragstellung aktuell nur in begründeten Ausnahmefällen Sinn.

Es besteht vielmehr begründeter Anlass zu der Hoffnung, dass die EU-Innenminister einen Beschluss nach der EU-Richtlinie 2001/55/EG treffen werden. Nach dieser Richtlinie würde den flüchtenden Menschen ein vorübergehendes Aufenthaltsrecht für ein Jahr, mit Verlängerungsmöglichkeit um zwei weitere halbe Jahre, erteilt. Die Rechtsgrundlage in Deutschland wäre eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG.

Ein solches Verfahren hätte verschiedene Vorteile gegenüber einem langwierigen Asylverfahren mit ungewissem Ausgang.

Einen hilfreichen Überblick über beratungsrelevante Informationen sowie eine Auflistung der Erlasse und Allgemeinverfügungen der Bundes- und Landesministerien findet sich beim Informationsverbund Asyl & Migration.

Quelle: AWO Bundesverband

Transport nach Polen unterwegs – Sachspenden zunächst nicht benötigt

Zwei Transporter der Ukraine Hilfe

Am frühen Donnerstagmorgen ist unser Hilfstransport nach Polen gestartet. Wir fahren mit vier Lastwagen in das ukrainische Grenzgebiet zu den geflüchteten Menschen und werden voraussichtlich am Abend die gespendeten haltbaren Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Medikamente, Kleider, Isomatten, Decken und Schlafsäcke übergeben können. Außerdem fahren wir unsere Partnerorganisation KAFOS in Częstochowa an, die für Geflüchtete Hilfsmaterial benötigt.

Des Weiteren prüfen wir aktuell, ob die Spenden, die nicht mehr mitgenommen werden konnten, jetzt auf anderem Wege in die Krisenregion gebracht werden können.

Wir bedanken uns noch einmal sehr herzlich für die vielen Spenden und bei den Mitarbeiter*innen und freiwilligen Helfer*innen, die uns in den vergangenen Tagen beim Sortieren und Verpacken der Spenden geholfen haben. Wir bitten zunächst darum, keine weiteren Spenden mehr bei uns abzugeben, da unser Lager immer noch gut gefüllt ist. Die Lage kann sich aber sehr schnell ändern. Wir müssen damit rechnen, dass aus der Ukraine geflüchtete Menschen nach Potsdam kommen und hier Unterstützung benötigen.

Wir informieren zeitnah an dieser Stelle und über Facebook, Instagram und Twitter, falls wir wieder Ihre Solidarität brauchen. Auch informieren wir Sie dann über die Art der Spenden, die aktuell dringend benötigt werden.

Mittwoch, 02. März 2022

Die Autos sind gepackt

Poster mit Bildern zu Spenden an die Ukraine

Dank eurer Hilfe sind alle Autos bis unters Dach gepackt. Noch ein wenig Ruhe, noch ein wenig Kraft schöpfen und dann geht es für den Konvoi los in Richtung Ost-Polen. Viele haben mit angepackt, damit das möglich wird und dringend benötigte Hilfsgüter ankommen können. Jutta Birakis, Inhaberin des Schuladens tausendFüss' spendete heute 150 Paar neue Kinderschuhe in verschieden Größen. Für die ehrenamtlichen Helfer*innen und die Fahrer der Transporter gab es Care Pakete, die von den Mitarbeiter*innen der Fahrland Filiale in Teltow hergestellt wurden.

Die kommenden Tage werden die ehrenamtlichen Helfer*innen in Potsdam nutzen, um weiter zu sortieren und zu planen. Bis auf weiteres können wir daher leider keine Spenden annehmen. Aktuelle Informationen gibt es hier auf unserer Webseite.

Den Fahrern der Transporter wünschen viel Erfolg und eine sichere Fahrt.

Bilder sagen mehr als Worte

Ein Schild mit der Aufschrift Solidarität inmitten von Spenden für die Ukraine

Seit Montagvormittag sind wir im Dauereinsatz. Unerwartet schnell haben die Potsdamer*innen auf unseren Aufruf reagiert und brachten seitdem im Minutentakt Sachspenden in die Sammelstellen der AWO. Weit über 1000 Umzugskisten kamen in kürzester Zeit zusammen. Bemerkenswert ist es, dass Spender*innen unseren Bitten folgen, vor allem haltbare Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Medikamente zu spenden.

Heute Nacht startet nun unsere vier Transporter nach Ost-Polen. In einer Bildergalerie haben wir die vergangenen drei Tage festgehalten.

Mit angepackt haben nicht nur unserer Mitarbeiter*innen und Auszubildende. Bei uns haben sich auch viele weiterer Menschen gemeldet und uns spontan unterstützt. Ein herzliches Dankeschön gilt ebenfalls den Auszubildenden der Stadtwerke Potsdam und Mitarbeitende der ILB.

Wir bringen die Güter jetzt dahin, wo sie dringend benötigt werden.

Zu den aus der Ukraine geflüchteten Menschen, die in Polen angekommen sind.

In unserem Ukraine-Ticker sowie auf Facebook, Instagram und Twitter werden wir weiterhin informieren.

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