Der AWO Bezirksverband Potsdam ruft seit Kriegsbeginn zu Sach- und Geldspenden auf. Einige Hilfstransporte waren schon an der polnisch-ukrainischen Grenze, haben Hilfsgüter dort abgeliefert. Weitere werden folgen. Gleichzeitig unterstützen wir ankommende Geflüchtete aus der Ukraine hier vor Ort.

 

Mittwoch, 02. März 2022

Viele rechtliche Fragen noch unklar

AWO plant Beratungsstelle für Geflüchtete in Potsdam

Dürfen Geflüchtete aus der Ukraine Sozialhilfe beantragen? Dürfen sie eine Arbeit aufnehmen? Ist es sinnvoll, einen Asylantrag zu stellen? Der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. wird bis kommende Woche eine Beratungsstelle für geflüchtete Menschen aus der umkämpften Ukraine einrichten. Hintergrund ist, dass aktuell noch viele Fragen ungeklärt sind, etwa zum Aufenthaltsrecht oder den Ansprüchen auf Sozialleistungen. Die Beratungsstelle steht allen offen, die aus den Kriegsgebieten flüchten mussten.

Seit Beginn des russischen Angriffs am vergangenen Donnerstag haben bereits hunderttausende Menschen die Ukraine verlassen, vor allem Ältere, Frauen und Kinder. Bis Dienstagfrüh kamen laut Medienberichten rund 300.000 Menschen allein in Polen an. Das Wohl der Kinder und Jugendlichen beschäftigt uns sehr. „Wir müssen damit rechnen, dass auch unbegleitete Kinder in der Landeshauptstadt ankommen. Sie dürfen wir nicht allein lassen“, sagte AWO-Vorstandsvorsitzende Angela Schweers.

Nach jetzigem Stand können ukrainische Staatsangehörige, die über einen biometrischen Pass verfügen, zwar visumfrei für 90 Tage in die Europäische Union und den Schengenraum einreisen und sich damit auch in Deutschland aufhalten.

Eine Verlängerung um weitere 90 Tage muss aber beim Bundesinnenministerium beantragt werden. Immerhin: Einige Bundesländer wie beispielsweise Berlin haben bereits eine Allgemeinverfügung veröffentlicht, nach der der visumfreie Aufenthalt automatisch und ohne Antrag verlängert wird.  Auch Sozialleistungen können innerhalb der ersten drei Monate nur eingeschränkt in Anspruch genommen werden. Ebenso ist die Aufnahme einer Arbeit nach jetzigem Stand nicht möglich.

Diese und weitere offenen Fragen müssen jetzt auf Bundes- und Landesebene geklärt werden.

Sachspenden im Minutentakt

Wir sind absolut überwältigt von der großen Resonanz auf unseren Spendenaufruf am vergangenen Freitag. Seit Montag kamen im Minutentakt Lieferungen für die aus der Ukraine geflüchteten Menschen bei uns an. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die sich für Humanität und Solidarität einsetzen. Das macht uns Hoffnung.

Ein erster Transport nach Polen in das Grenzgebiet zur Ukraine wird wie berichtet in der Nacht zu Donnerstag starten. Bis heute Nachmittag können noch Spenden in der Geschäftsstelle des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V. in der Neuendorfer Straße 39a, 14480 Potsdam abgegeben werden. Die anderen Sammelstellen stehen aus logistischen Gründen nicht mehr zur Verfügung.

Benötigt werden noch folgende Spenden:

  • Haltbare Lebensmittel
  • Babynahrung
  • Hygieneartikel, Windeln
  • Isomatten,
  • Decken,
  • Medikamente (Schmerzmittel etc.) und Verbandsmaterial

Dienstag, 01. März 2022

Kapazitätsgrenze für ersten Transport erreicht

Der für Donnerstag geplante Transport von Hilfsgütern für Geflüchtete aus der Ukraine ins polnische Lublin kann stattfinden. Innerhalb kürzester Zeit erreichten uns so viele Sachspenden, dass wir die Transporter damit vollständig beladen können. Benötigt werden jetzt nur noch haltbare Lebensmittel, Medikamente und Verbandsmaterial.

Andere Spenden nehmen wir weiterhin gerne für einen weiteren Transport entgegen, der möglicherweise in der kommenden Woche stattfinden kann. Ganz besonders freuen wir uns hierfür neben den Lebensmitteln, und Verbandsmaterial oder Kleidung über Einweg-Geschirr, Bettwäsche, Kissen, Schlafsäcke, Wolldecken, Hygiene-Artikel, Windeln, Babynahrung, Wasser, Säfte, Kaffee oder Tee sowie Protein-Riegel für die Kinder. Falls sich der Bedarf bis dahin ändern sollte, informieren wir Sie an dieser Stelle.

Umzugskartons und Milchpulver benötigt

Aktuell benötigen wir dringend weitere Umzugskartons, da unser Vorrat zur Neige geht. Außerdem freuen wir uns ganz besonders über Milchpulver, Nahrungsmittel, Schlafsäcke, Decken und Isomatten sowie Medikamente und Verbandsmaterial. Die gesamten Spenden werden am frühen Donnerstagmorgen nach Polen in ein Logistikzentrum für die Ukraine transportiert. Vielen Dank für Ihre enorme Unterstützung für die geflüchteten Menschen.

Große Hilfsbereitschaft

Die enorme Spendenbereitschaft der Potsdamer*innen für die Ukraine ist berührend! Seit unserem Aufruf am Freitag bis heute sind hunderte Kisten mit dringend benötigten Lebensmitteln, Medikamenten, Hygieneartikeln, Einweg-Geschirr, Kleider und mehr zusammengekommen. Außerdem können wir mehr als 4000 Euro an Spenden übergeben. Vielen Dank dafür.  Weiterhin dringend benötigt werden Milchpulver, Lebensmittel und Medikamente.

Wir werden am frühen Donnerstag nach Lublin (Polen) aufbrechen, um die Spenden an das dortige Logistikzentrum für die Ukraine zu übergeben. Die vor dem Krieg geflüchteten Menschen brauchen jetzt unsere Solidarität und unsere Unterstützung.

Was jetzt dringend gebraucht wird....

Wir bereiten gerade unsere Hilfsaktion vor. Am Donnerstag geht es auf in Richtig Lublin. Unsere Partner vor Ort haben uns geschrieben, was zur Zeit dringend gebraucht wird:

  • Einweg Geschirr (Teller, Besteck)
  • Lebensmittel haltbar und verpackt.
  • Schmerzmittel/Fiebersenkende Mittel/Verbandssachen, Pflaster etc.
  • Bettwäsche/Bettdecken, Kissen
  • Wolldecken
  • Hygiene Artikel für Frauen und Kinder/Babys
  • Wasser/ Säfte/Kaffee/Tee
  • Protein Riegel für die Kinder

Wir nehmen das alles in unseren Spendensammelstellen an.

Montag, 28. Februar 2022

Spendenaufruf Ukraine-Hilfe

Sicherlich haben Sie es in den vergangenen Tagen mitbekommen: In der Ukraine ist Krieg. Die Folgen, besonders für die Menschen in der Ukraine, sind nicht abzuschätzen.

Viele machen sich auf den Weg nach Westen, um möglichst schnell aus den umkämpften Gebieten zu entkommen. Am vergangenen Freitag haben wir über unsere Kanäle die Menschen dazu aufgerufen zu spenden. Warme Kleidung, Spielzeug, aber auch finanzielle Spenden, um den Transport in die Regionen zu ermöglichen.

Die Rückmeldungen sind überwältigend. In den vergangenen Stunden erreichten uns bereits viele Spenden. Die Vorbereitungen laufen im AWO Bezirksverband Potsdam auf Hochtouren, damit die Spenden schnellstmöglich zu denen kommen, die sie am meisten benötigen.

Wenn Sie die Aktion unterstützen möchten, finden Sie alle Informationen hier auf dieser Seite.
Hier finden sich auch ein Plakat und ein Handzettel zum Download und zum Ausdrucken.

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